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Von Theis, Katrine, Lauritz, Niels

Die Knorr war der Lastesel, auf dem die Wikinger ihre Handelsware über die Meere beförderten, insbesondere auf der Englandfahrt. Der Name kommt offenbar von dem „knorrigen“ Ast, der als Steven verwendet wurde. Die beiden großen Nachteile dieses Typs bestanden darin, dass das Schiff langsam war und weder Besatzung noch Ladung Schutz bot. Und trotzdem wurden mit ihr im Gegensatz zu den Langschiffe die großen Transatlantikfahrten unternommen. Olav der zweite. Haroldsson  fuhr mit zwei solcher Knorr von England nach Norwegen, um dort die Herrschaft anzutreten. Auf ihnen waren 260 bewaffnete Männer. Auch wenn der Bericht Jahrhunderte später verschriftlicht wurde, so scheint dies doch den Lesern eine plausible Angabe gewesen zu sein. Die Qualitäten dieses Typs hat ein Nachbau, die 'Saga Sigelr', mit einer Weltumsegelung in den Jahren 1984-1986 eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Dieser besonders große Schiffstyp unter den Handelsschiffen wurde selbstverständlich auch im Kriege als Kriegsschiff eingesetzt. Allerdings erhielt es nie die Bedeutung wie die Langschiffe. Gleichwohl war es der eigentlich für die offene See geeignetste Schiffstyp. Nach Island, Grönland nach den Shetlands und den Hebriden oder den Färöern fuhr nur dieser Schiffstyp. Dass zu den Orkneys Langschiffe fuhren, hatte regelmäßig politisch-militärische Gründe. Mit der Knorr wurde Grönland und Vinland entdeckt. Auch innerhalb dieses Schiffstyps gab es Anpassungen an die jeweiligen Einsatzgebiete: Islandfahrt, Ostseefahrt usw. Im Vergleich zum Langschiff war auch die Besatzung klein; ein Islandfahrer hatte 15-30 Mann an Bord.

In der Abfolge der frühmittelalterlichen nordeuropäischen Schiffstypen stellt die Knorr eine relativ späte Entwicklung dar. Vorausgegangen waren ihr die völkerwanderungszeiten Ruderschiffe, repräsentiert durch das Nydam-Schiffen, und die Langschiffe der Wikingerzeit Skandinaviens und Nordeuropas (9.-11. Jahrhundert) als typische Wikingerschiffen mit der Kombination von Rudern und Segel, repräsentiert z. B. durch das Osebergschiffe. Wikingerzeitlich sind auch kleine Fährboote und größere Frachtschiffe wie eben die Knorr. Nicht zuletzt bringt man den Namen „knörr“ mit einer vollbusigen Frau (knarrar-bringa) in Verbindung.

Entsprechende Funde sind erst in den 1960er bzw. 1980er Jahren auf dem Schiffsfriedhof von Skulderhöh (in der Nähe von Roskilde) bzw. im Hafen von Haithabuh gemacht worden. Kürzer als das Langschiff, dafür aber breiter, hochbordiger und insgesamt stämmiger gebaut, konnte eine Knorr enorme Lasten (Skuldeelev bis zu 24 Tonnen, Haithabuh der dritte mds. 40 Tonnen) tragen. Der zentrale, offene Frachtraum nahm fast die Hälfte des Schiffes ein; vorn und achtern gab es erhöhte Plattformen, so genannte Halbdecks. Sie fuhr fast ausschließlich unter Segeln, zwei bis vier Riemenpaare dienten zum Manövrieren in engen Gewässern oder Hafeneinfahrten.




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